Wenn der Spielraum enger wird: Selbstzensur in der Gegenwartsliteratur

Poetik Salon mit Georg M. Oswald

05.05.2026 19:00 – 05.05.2026 21:00

Art von Veranstaltung: Literaturveranstaltungen

Veranstaltungsort: Monacensia im Hildebrandhaus, Maria-Theresia-Str. 23, barrierefreier Zugang: Siebertstr. 2

Beschreibung:

Der Bibliothekar und Redakteur Johann Christoph Adelung definierte den Spielraum als „Raum, innerhalb dessen sich ein Körper frei und ungehindert bewegen kann.“ Für die Kunst gewährleistete dieser Raum seit der Aufklärung und bis vor kurzem die Freiheit, Sprache und Zeichen für sich wandelnde Lebenswirklichkeiten immer neu zu finden. Doch dieser Freiraum gerät zunehmend unter Druck. Ein Grund ist die stetig zunehmende Kommerzialisierung des Buchs: Als Dienstleistung für die Leser*in soll Literatur sich schnell verkaufen und wird entsprechend am Markt ausgerichtet. Ein weiterer Aspekt ist eine wachsende Sensibilität für Diskriminierungen, verletzende Sprache oder Triggerpunkte – eine berechtigte Entwicklung, die jedoch in künstlerischen Gestaltungsprozessen zur Selbstzensur werden kann.Wie lassen sich die Bedingungen von Sprache in einer polarisierten Öffentlichkeit befragen? Wie und wo entstehen Sprachdiktate – und welche Formen von (Selbst-)Zensur ergeben sich daraus?

Wer organisiert die Veranstaltung?

Monacensia